XENOS

Vermittlungen im Projekt "XENOS"

W. Y., 39 Jahre, aus der Ukraine

 

Trotz einer hervorragenden, in Deutschland anerkannten Ausbildung im IT-Bereich fand W.Y. lange Zeit keine Arbeit. Der in der Ukraine geborene IT -Fachmann konnte aber praktische Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt vorweisen, als er in das Xenos Projekt „Integration in Arbeit-von Migranten für Migranten“ aufgenommen wurde.

 Am Anfang seiner Projektzeit bei RegioVision stellte Herr Y. fest, dass seine „Deutschkenntnisse noch nicht ausreichten, um mit Kunden Gespräche zu führen“.

Das ist oft, wie bei vielen anderen Mitbürgern mit Migrationshintergrund auch, das Hauptproblem bei der Arbeitssuche. Kundenbetreuung gehört aber bei vielen Klein- und mittelständischen Unternehmen zu den primären Aufgaben, unabhängig davon, ob das Unternehmen Dienstleistungen im IT-Bereich oder Handwerk anbietet.

Im Xenos Projekt „Integration in Arbeit – von Migranten für Migranten“ konnte Herr Y. seine Deutschkenntnisse verbessern. Was in seinem Fall aber vielleicht noch wichtiger war – durch individuelle Begleitung und ein speziell für die Zielgruppe der Migranten entwickeltes Bildungsangebot wurden die Hürden seiner unsicheren Selbstpräsentation überwunden. Fünf mal hat Herr Y. mit Hilfe der JobMentoren im Projekt versucht, in Beschäftigung zu kommen. Die intensive gemeinsame Arbeit hat sich endlich ausgezahlt.  Beim sechsten Mal klappte es endlich – eine Woche vor Projektende stellte die JobMentorin Frau Wagner den Kontakt zu dem neu akquirierten Unternehmen Scheller Systemtechnik in Wismar her. Mit der Unterstützung von ARGE Schwerin konnte Herr Y. auf Anforderung vom Arbeitgeber ein Praktikum über die Projektzeit hinaus absolvieren. Nach der Probezeit wurde W. Y. eine Vollzeitstelle bei Scheller Systemtechnik in Wismar angeboten. Das Unternehmen hat Wirtschaftskontakte mit Ostereuropa und profitiert nicht nur von Fachkenntnissen, sondern auch von Fremdsprachen- und Kulturkenntnissen seiner neuen Mitarbeiter.

 

 A. N., 34 Jahre, aus Russland

 

Seit 2003 ist A. N. in Deutschland. Zur Beginn des Xenos-Projektes äußerte Herr N. zunächst den Wunsch als Sicherheitskraft eingesetzt zu werden. Gesetzliche Voraussetzungen für eine Sicherheitskraft konnten leider nicht erfüllt werden, da Herr N. noch keinen deutschen Pass besitzt. Eine Umorientierung war notwendig. Die Suche nach einer alternativen Einsatzmöglichkeit im Arbeitsmarkt begann. Er nahm aktiv an verschiedenen Unterrichtsmodulen teil.

Durch das JobMentoring konnte die JobMentorin Britta Becker-Haverbier auf eine gute langjährige Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Kunststofftechnik Schult & Sohn GmbH zurückgreifen, um A. N. auf dem Weg zur Arbeit zu unterstützen. Aufgrund der guten Erfahrungen mit Mitarbeitern mit Migrationshintergrund, war der Inhaber des Unternehmens Herr Schult bereit, einem weiteren Bewerber mit Migrationshintergrund eine Chance zu geben, in seinem Unternehmen Fuß zu fassen.

Über das Praktikum konnte Herr N. durch seine Fähigkeiten und Fertigkeiten im handwerklichen Bereich den Unternehmer überzeugen. Motiviert, fleißig und lernbereit hat sich A. N. gezeigt. Als Folge  – eine Vollzeitstelle mit der weiteren persönlichen Entwicklungsperspektiven.