EVA - Erfolg durch Vielfalt und Arbeit

PROJEKTZIEL

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines positiven interkulturell offenen Umfeldes in Unternehmen, Behörden und Ämtern als Voraussetzung für die arbeitsmarktbezogene Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Region Westmecklenburg mit der Landeshauptstadt Schwerin.

Dazu werden Strategien zur Entwicklung von Toleranz, Akzeptanz und Offenheit realisiert, die auf alle gesellschaftlichen Bereiche wirken.

Darauf aufbauend findet eine konkret auf regionale Unternehmen ausgerichtete ganzheitliche Integrationsbegleitung von langzeitarbeitslosen Migrantinnen und Migranten durch Jobmentorinnen und JobMentoren statt, die durch die Vermittlung in Arbeit „Best Practice“-Beispiele schafft und so die interkulturelle Öffnung der Unternehmen fördert.

INHALT

I. Die Entwicklung eines positiven interkulturellen Umfeldes in den Unternehmen und in der Verwaltung ist direkt an die Aktivitäten für Toleranz, Demokratie und Vielfalt gebunden

Solche Aktivitäten sind:

Analyse des „Interkulturellen Status Quo“ als Einheit von Wissen, Erfahrungen, Vorurteilen und Bedarfen in den Unternehmen und im öffentlichen Dienst der Region

Ableiten eines Konzeptes zur Sensibilisierung und zum interkulturellen Training in Unternehmen und in der Verwaltung

Durchführung interkultureller Trainings

Beteiligung an der Arbeit des Netzwerkes Migration der Landeshauptstadt Schwerin. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, ein gesellschaftliches Klima des Respekts und des gleichberechtigten Miteinander zu schaffen. Es fördert den Abbau von Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft.

Unterstützung von Migrantenselbstorganisationen (MSO) bei ihrer Arbeit

Ausrichtung von Fachtagungen unter Einbeziehung der Arbeitsmarktakteure

Öffentlichkeitsarbeit mit starkem Bezug zum Arbeitsmarkt

II. Ganzheitliche Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

Die Integrationsbegleitung erfolgt durch ein internationales Team von JobMentorInnen, die das Bindeglied zwischen Unternehmen, Migranten und Netzwerkpartnern sind. Sie wirken über ihre engen Kontakte, insbesondere zur Wirtschaft, direkt an der Sensibilisierung mit und begleiten alle Aktivitäten, von den Fragen der Motivation und Hilfestellung bei den Bewerbungen bis hin zur Vermittlung in Arbeit.

Die Integrationsbegleitung der Migrantinnen und Migranten im Rahmen des Projektes erfolgt nach dem innovativen Konzept der „Stabilisierenden Gruppen“.

ZIELGRUPPEN

Betriebe und Unternehmen, Öffentliche Verwaltung, Industrie, Handwerk, Dienstleistungen, erwerbstätige Personen, Arbeitsmarktakteure und Migrantenselbstorganisationen (MSO)

Arbeitslose Menschen mit Migrationshintergrund aller Altersgruppen

TRANSNATIONALE AKTIVITÄTEN

Ausrichtung und Teilnahme an den internationalen Fachtagungen

Organisation eines transnationalen Expertenaustausches

Ausgewählte Aktivitäten:

11/2010 Dritte Internationale Fachtagung

12/2009 Study Visit Dublin

10/2009 Zweite Internationale Fachtagung

Projektlaufzeit: 15.01.2009 bis 31.12.2011

Förderung:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
XENOS Programm "Integration und Vielfalt"
Europäischer Sozialfonds
Jobcenter Schwerin – Kofinanzierung

Ergebnisse:
Broschüre zum Interkulturellen Status Quo in Unternehmen Westmecklenburgs

Weitere ausgewählte Aktivitäten:

10/2010 Simultanschach im Rahmen der Interkulturellen Woche

06/2010 Aktionsstafette "Demokratie auf Straßen und Plätzen"

Interkulturelles Training

Bedarfsfeststellung

Analyse der  Erfahrungsergebnisse aus  relevanten Projekten in M-V und bundesweit (IQ Netzwerk)

qualitative, nicht standardisierte Interviews mit den Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes

Analyse der im Arbeitsalltag entstehenden Probleme während der Integrationsbegleitung für Menschen mit Migrationshintergrund

Feedbackgespräche mit Menschen mit Migrationshintergrund und Mitarbeitern des  öffentlichen Dienstes (Jobcenter, Stadthaus)

Angebot: Verbesserung der Effizienz von Kundenberatungen

Erhebung des spezifischen Bedarfs der Teilnehmenden

Reflexion der  arbeitsbezogenen Probleme und Lösungsansätze

Sensibilisierung für das Thema interkulturelle Vielfalt

Zusammenhang von Wahrnehmung, Kommunikation und Kultur

Hintergründe und Bedingungen von Migration

Umgang mit unterschiedlichen Vorstellungen von Geschlechterrollen

Rolle der Religion

Analyse der Kommunikationssequenzen und Lösungen

Ausgewählte Aktivitäten:

11/2010 Interkulturelles Training

Interkultureller Status Quo

Erarbeitung der Definition des „Interkulturellen Status Quo“

Der Interkulturelle Status Quo (ISQ) soll als Gesamtheit der relevanten interkulturellen Kenntnisse und Erfahrungen von Personen, Gruppen und Institutionen definiert werden. Dazu werden die bei den Projektmitarbeitern vorhandenen Erkenntnisse mit externen Experten in Fachdiskussionen und Workshops diskutiert. Ergebnis ist die Zusammenstellung der relevanten Einflussfaktoren und eine Handreichung zur praktischen Nutzung.

Entwicklung von Befragungstechniken zur Feststellung des ISQ

Der ISQ wird als Werkzeug zur Analyse, Sensibilisierung und Schulung der Unternehmen und Verwaltungen zum Einsatz kommen. Die methodische und didaktische Handhabung wird für die unterschiedlichen Zielgruppen differenziert beschrieben.

Analyse des Interkulturellen Status Quo in Unternehmen und Behörden

Analyse von 450 Unternehmen der Region Westmecklenburg durch den Kooperationspartner Unternehmerverband Norddeutschland, Mecklenburg-Schwerin e.V. und die RegioVision GmbH Schwerin. Dazu wird ein Fragebogen entwickelt, der persönlich mit den Geschäftsführungen der Unternehmen abgearbeitet wird. Abgefragt wird der Interkulturelle Status Quo der Unternehmen (interkulturelle Kompetenz, Erfahrungen mit Migranten, Arbeitskräftebedarfe, Arbeitserprobungen, u. a.) und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Analyse des Interkulturellen Status Quo in den Bereichen der Landeshauptstadt Schwerin und des Jobcenter Schwerin durch Fragebogenaktionen und Interviews.

Sensibilisierung regionaler Unternehmen

Auf Basis eines Gesprächsleitfadens werden durch den Unternehmerverband  und durch die JobMentoren Impulsgespräche zur Projektthematik geführt, um auf Chancen des Einsatzes von Migranten hinzuweisen und Vorbehalte zu überwinden.

Ausgewählte Aktivitäten:

10/2010 Unternehmerforum

04/2009 Workshop zur Entwicklung des Konzeptes

02/2009 Meeting EVA mit Unternehmerverband

Integrationsbegleitung und Weiterbildung

Angebot für die ProjektteilnehmerInnen mit Migrationshintergrund zur Vermittlung in Arbeit

15-monatige Integrationsbegleitung und Unterstützung bei der Arbeitssuche durch JobMentoren mit Sprachkenntnissen in Deutsch, Englisch, Russisch und Ukrainisch

Innerhalb der 15 Monate der Projektteilnahme ist eine 8-monatige berufliche Weiterbildung Bestandteil:

EVA - Service- und Dienstleistungsberufe
Modulare Weiterbildungsmaßnahme für Berufe der Service- und Dienstleistungsbranche, wie Pflegehilfe, Hauswirtschaft, Reinigung, Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe, Kurierdienste

Inhalte
Fachdeutsch
PC-Training für Serviceberufe
Gesundheitsprävention
Arbeitsinhalte der Serviceberufe

Ablauf

Seminare an 4 Tagen pro Woche mit jeweils 5 Unterrichtsstunden

Termine
April 2009 bis Februar 2010
Juli 2010 bis Oktober 2011

Ausgewählte Aktivitäten:

07/2010 Accessment Center

09/2009 BUGA-Führung

06/2009 Gorodki-Event

04/2009 Accessment Center