Growth Mindset in Educational Triangles (growMET)

„Wachstumsorientiertes Denken in pädagogischen Dreiecken“ lautet der Titel unseres neuen Projektes im Rahmen von Erasmus+. Seit März 2021 beschäftigen wir uns zusammen mit Partnern aus Slowenien, Rumänien, Italien, Spanien und Deutschland mit diesem sehr aktuellen Thema.

Die anhaltende Covid-19-Pandemie zwingt Schulen in ganz Europa dazu, sich im digitalen Unterricht zu engagieren. Es gab aber kaum Zeit dafür, Lehrer, Schüler und Eltern auf diesen gewaltigen Umbruch vorzubereiten. Der plötzliche Wechsel vom Präsenzunterricht zu virtuellen Unterrichtsstunden wird mit vielen Vorbehalten aufgenommen. Einige davon sind durch externe Probleme begründet (fehlende digitale Infrastruktur), andere beruhen auf fehlenden Kenntnissen und Fähigkeiten (Organisation des digitalen Unterrichts, Engagement der Schüler*innen in digitalen Umgebungen) und manche basieren auf inneren, psychologischen Barrieren (Angst vor dem Unbekannten, Mangel an Selbstvertrauen).

Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie der Robert-Bosch-Stiftung fand heraus, dass 2/3 der deutschen Lehrer*innen den Wechsel zu einem digitalen Unterricht praktisch unvorbereitet vollziehen mussten. Neben fehlender Ausstattung benannten sie fehlende eigene Kenntnisse in der Nutzung digitaler Tools als das Hauptproblem. Gemäß einer weiteren Studie (Wübben-Stiftung 2019) betrachten 50% der Lehrer*innen in Deutschland die Nutzung digitaler Unterrichtsmittel als suboptimal. Die erzwungene Umstellung auf digitalen Unterricht hat diese Vorbehalte nicht gelindert.

Unser Erasmus+ Projekt wird sich mit diesen Kenntnis- und psychologischen Problemen beschäftigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir die Effektivität digitalen Lehrens deutlich verbessern können, wenn wir die genannten Hürden sorgfältig in den Blick nehmen. Wir werden das Modell des wachstumsorientierten Denkens als primäres Paradigma für die Entwicklung neuer digitaler Kompetenzen und eine positive Grundhaltung hinsichtlich digitalen Unterrichts einsetzen. Eine Kombination inspirierender digitaler Tools, interaktives Training, Arbeit mit Eltern sowie die ganzheitliche Unterstützung von Schulprojekten wird Lehrer*innen einbeziehen und ihre Schüler*innen motivieren. Dadurch kann es zu einer Veränderung in der Einstellung in Bezug auf digitalen Unterricht kommen, neue Kompetenzen erschließen, Eltern motivieren und Schüler*innen in einem neuen Lernumfeld anregen.

Der Übergang zu digitaler Bildung wird ungeachtet der Dauer der aktuellen Pandemie fortschreiten: unsere modernen Gesellschaften und Wirtschaftssysteme verändern sich bereits rasant in einem Prozess, der als „digitaler Wandel“ bekannt geworden ist. Viele Arbeitsplätze und Berufe sind von diesen tiefgreifenden Veränderungen bereits betroffen, andere werden bald folgen. Die Entwicklung eines wachstumsorientierten Denkens im gesamten pädagogischen Dreieck ist daher essentiell für die beruflichen Perspektiven aktueller und künftiger Generationen auf allen Bildungsebenen.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Programmes Erasmus+ finanziert.

Unsere Partner im Projekt:

Ilmiofuturo srl

STEP Institut

Liceul Tehnologic Electromures

Werkstatt-Berufskolleg Unna

Magale Salestarrak

Liceo Scientifico Statale „Marie Curie“

Gimnazija Skofja Loka