Energy Circle: Partnertreffen in Tartu

Am 8. und 9. September 2026 haben sich die Partner des Interreg-Projekts Energy Circle zum vierten Mal getroffen, diesmal in Tartu in Estland. Gastgeber war die Tartu Regional Energy Agency. Im Mittelpunkt standen der Stand der beiden Online-Werkzeuge, die im Projekt entwickelt werden, und der Zeitplan bis zum Jahresende.

Selbstcheck: Rückmeldungen aus dem ersten Praxistest

Der Online-Selbstcheck (Solution 1) ist seit dem 30. Juni 2026 unter projectenergycircle.eu/assessment verfügbar. Einrichtungen und Betriebe können damit einschätzen, wo sie beim Thema Energie stehen; das Ergebnis lässt sich seit August als PDF mit Kompetenzrad herunterladen.

Ein Vortest in der lettischen Region Zemgale und Rückmeldungen weiterer Partner haben eine überschaubare Liste an Änderungen ergeben. Die wichtigsten: Die Aussagen im Modul zur Energietechnik brauchen kurze Erläuterungen, das Modul zu Förder- und Finanzierungsfragen ein Glossar mit Beispielen, und die Ergebnisse sollen künftig auch für die Einrichtung als Ganzes ausgewertet werden – bisher gibt es sie nur je Teilnehmerin und Teilnehmer. Diese Punkte sollen bis Ende September in eine stabile Fassung einfließen, die anschließend in der Testphase mit den ersten Einrichtungen eingesetzt wird.

Roadmap-Tool: Test mit Partnern steht an

Für das zweite Werkzeug, die Online-Roadmap zur Energieunabhängigkeit (Solution 2), sind die internen Tests abgeschlossen. Als nächster Schritt folgt eine Testrunde mit ausgewählten Partnern, bevor das Tool in die Regionen geht.

Besuch bei A. Le Coq

Zum Programm gehörte außerdem eine Besichtigung der größten estnischen Brauerei A. Le Coq in Tartu. Die Partner wurden durch Sudhaus und Energiezentrale geführt und haben sich zeigen lassen, wie der Betrieb seine Energieversorgung organisiert. Für ein Projekt, das Einrichtungen und Unternehmen zu genau diesen Fragen einen Selbstcheck an die Hand geben will, war das ein nützlicher Abgleich mit der Praxis.

Wie es weitergeht

Bis Ende September werden die Methodik hinter dem Selbstcheck und der Leitfaden für die begleitenden Interviews abgeschlossen. Danach beginnt die Testphase mit Einrichtungen in den beteiligten Regionen. RegioVision ist als Projektpartner beteiligt und bringt vor allem die inhaltlich-methodische Seite des Selbstchecks ein.

Energy Circle wird im Interreg-Programm Ostseeraum gefördert. Am Projekt sind Partner aus Dänemark, Deutschland, Estland, Lettland, Finnland, Schweden und Polen beteiligt; Lead Partner ist die Kommune Tønder (Dänemark).

Zwei Tage in Stellshagen: Bio-Erzeugung, Direktvermarktung und ein Werkzeug für die Beratung

Am 1. und 2. September 2026 hat RegioVision im Rahmen des Interreg-Projekts eRural Resilience zu zwei Veranstaltungen ins Gutshaus Stellshagen eingeladen. Der erste Tag führte durch die Betriebe vor Ort, der zweite war als Arbeitstag zu den Werkzeugen angelegt, die im Projekt entstanden sind.

Tag 1: ein Standort, mehrere Betriebe

Zehn Teilnehmende waren dabei: Erzeugerinnen und Erzeuger aus der Region sowie Mitarbeitende und die Geschäftsführung des Gutshauses. Stellshagen ist kein einzelner Betrieb, sondern ein Standort, an dem mehrere Bereiche ineinandergreifen – Hotel, Landwirtschaft, Bäckerei und Gesundheitszentrum.

Im Obstgarten stehen viele alte Sorten, die in dieser Zusammenstellung kaum noch andernorts zu finden sind. In der Küche ist der Weg vom Feld auf den Teller denkbar kurz: Der Koch geht morgens in den Gemüsegarten und stellt dort zusammen, was es mittags und abends gibt. Beim gemeinsamen Essen konnten die Teilnehmenden das Ergebnis selbst probieren.

Die Mühlenbäckerei hat ihren Generationswechsel erfolgreich abgeschlossen und arbeitet auf stabiler Grundlage – ein Thema, das viele Betriebe in der Region beschäftigt. Brot und Kuchen aus ihrer handwerklichen Produktion standen in den Pausen bereit.

Das Werkzeug aus dem Projekt

Im Zentrum der fachlichen Gespräche stand ein Instrument, das im Projekt entwickelt wurde: ein Selbstcheck für die Beratung kleiner Unternehmen und Gründungen im Bio-Bereich. Er zeigt, wo ein Betrieb bereits gut aufgestellt ist und wo Lücken bestehen – etwa bei Kalkulation, Kennzeichnung oder Online-Vertrieb – und leitet daraus konkrete nächste Schritte ab.

Die Runde hat dazu zahlreiche nützliche Hinweise gegeben. Besonders wertvoll waren die Rückmeldungen zu der Frage, wer das Werkzeug nach Ende des Projekts weiterführen und anbieten kann.

Tag 2: Arbeitsrunde mit Kammer und Landesforschungsanstalt

Der zweite Tag war bewusst klein gehalten: fünf Teilnehmende an einem Tisch, darunter Vertreter der IHK zu Schwerin und der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern. Beide brachten ihre Beratungspraxis ein und gaben sehr konkrete Hinweise, die wir aufgreifen und in die weitere Arbeit einbringen. Über die Weiternutzung der Werkzeuge in Mecklenburg-Vorpommern wird weiter gesprochen.

Zum Projekt

eRural Resilience wird aus dem Interreg-Programm Ostseeraum gefördert. 14 Organisationen aus sieben Ländern entwickeln darin Werkzeuge, mit denen Wirtschaftsförderungen, Kammern und Beratungseinrichtungen kleine Betriebe im ländlichen Raum beim Einstieg in Bio-Erzeugung und Online-Vermarktung unterstützen können. RegioVision ist der deutsche Projektpartner und bringt die Erfahrungen aus Mecklenburg-Vorpommern ein.

Wir danken dem Gutshaus Stellshagen für die Gastfreundschaft und den beteiligten Betrieben für ihre Offenheit.

Projekt W-RETURN erfolgreich abgeschlossen: Abschlussmeeting in Zonguldak

Mit einem gemeinsamen Abschlussmeeting in Zonguldak (Türkei) ist unser Erasmus+ Projekt W-RETURN – Women’s Empowerment and Reemployment Route zu einem erfolgreichen Ende gekommen. 16 Monate lang haben wir gemeinsam mit unserem Partner PAYDAŞ Eğitim Kültür ve Sanat Derneği daran gearbeitet, Frauen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Im Mittelpunkt standen sogenannte NEET-Frauen über 30 – Frauen, die sich weder in Beschäftigung noch in Ausbildung befinden und die beim Wiedereinstieg oft mit besonderen Hürden konfrontiert sind: langen Phasen der Inaktivität, familiären Verpflichtungen und fehlendem Selbstvertrauen. W-RETURN setzte genau hier an und bot maßgeschneiderte Lernwege, die sowohl fachliche als auch psychologische Bedürfnisse berücksichtigten.

Zu den Ergebnissen des Projekts zählen unter anderem individuelles Karriere-Coaching und Bewerbungstrainings, Gruppen-Coaching zur Stärkung von Motivation und Selbstvertrauen, Workshops zu internationalen Jobsuche-Strategien sowie die Vermittlung digitaler Grundkompetenzen für die moderne Arbeitswelt. Der Austausch zwischen Deutschland und der Türkei – zwei Ländern mit unterschiedlichen Kulturen, aber engen Beziehungen – hat beide Organisationen bereichert und neue methodische Impulse gebracht.

Das Abschlussmeeting bot Raum, die Ergebnisse auszuwerten, Erfahrungen zu teilen und zurückzublicken. Bei allem Stolz auf das Erreichte schwingt auch ein wenig Wehmut mit: Eine intensive und wertvolle Zusammenarbeit geht zu Ende. Umso dankbarer sind wir für die Partnerschaft mit PAYDAŞ, für das Engagement aller Teilnehmerinnen und für die Förderung durch das Programm Erasmus+, das W-RETURN erst möglich gemacht hat.

Wir nehmen aus diesem Projekt viele Erkenntnisse, bewährte Methoden und wertvolle Begegnungen mit – und freuen uns darauf, dieses Wissen in kommende Projekte einfließen zu lassen.

VETDesign: intensives Seminar in Thessaloniki

Drei intensive Workshoptage liegen hinter uns: vom 21.-23. April 2026 haben wir gemeinsam mit 15 Berufsschullehrerinnen und -lehrern aus Deutschland, Österreich, Tschechien, Rumänien und Griechenland das Thema „Design Thinking“ im Berufsschulalltag eigenhändig erkundet. In einem „EDUckathon“ wurde gezeigt, wie die bewährte Methode des design thinking dabei helfen kann, zeitgemäße Inhalte in den berufsbildenden Unterricht (und natürlich auch darüber hinaus) einzubringen.

Aber auch die Zeit für den Austausch kam nicht zu kurz – in den Kaffeepausen gab es dafür ausreichend Gelegenheit, die gern und intensiv genutzt wurde.

Am Ende nahmen die Teilnehmer nicht nur ein Zertifikat mit nach Hause, sondern das Wissen und die Motivation, innovative Aktivitäten in ihren Schulalltag einzubringen.

Mehr zu unserem Erasmus+-Projekt VETDesign gibt es hier.

BRIDGE MOOC ist jetzt online!

Der gamifizierte BRIDGE MOOC ist online!

Der BRIDGE MOOC zu digitaler Sicherheit und Datenschutz – ein zentrales Ergebnis des BRIDGE-Projekts – ist ab sofort verfügbar!

In der heutigen digitalen Welt ist Online-Sicherheit eine komplexe Herausforderung, die Bildungseinrichtungen, Lehrende und Lernende nicht ignorieren können. Dieser interaktive Kurs hilft dabei, Unsicherheiten abzubauen, praktische Kompetenzen zu entwickeln und einen bewussten Umgang mit digitalen Risiken zu fördern.

Was bietet der MOOC?

Der Kurs umfasst drei Lernpfade, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind:

Für Manager:innen: Umsetzung von GDPR-Anforderungen, Entwicklung von Datenschutzrichtlinien und Management digitaler Risiken

Für Lehrende: Integration digitaler Ethik in den Unterricht, Auswahl sicherer Plattformen und Schutz von Lernerdaten

Für Lernende: Speziell für Frauen mit Migrationshintergrund entwickelt, um digitale Spuren zu schützen, Rechte zu verstehen und Online-Betrug zu erkennen

Der MOOC nutzt spielerische Elemente wie interaktive Szenarien, Quizze und Punktesysteme, um das Lernen praxisnah und motivierend zu gestalten.

Um eine breite Zugänglichkeit zu gewährleisten, ist der Kurs in sieben Sprachen verfügbar: Englisch, Deutsch, Griechisch, Polnisch, Tschechisch, Arabisch und Ukrainisch.

Dieses Projekt wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union kofinanziert.

Bereit, Ihre digitale Sicherheit zu stärken?

Registrieren Sie sich jetzt und greifen Sie auf den MOOC und das Guidebook zu:

www.thebridgeproject.eu

Energy Circle: Treffen in Lettland

Vom Vorfrühling in Deutschland ging es für uns kurzzeitig zurück in den Winter: Am 3. und 4. März 2026 trafen sich die 14 Projektpartner des Interreg-Projekts „Energy Circle“ in Jelgava, Lettland.

Nach gut 12 Monaten Projektlaufzeit haben wir eine erste Zwischenbilanz gezogen und gemeinsam die nächsten Schritte für unsere Zusammenarbeit festgelegt.

Besonders interessant waren die beiden Exkursionen zu regionalen Energieversorgern. Sie haben vor Ort beispielhaft gezeigt, wie die Themen erneuerbare Energien und Resilienz in der Praxis umgesetzt werden können.

Wir nehmen viele gute Ideen und neue Motivation für die weitere Projektarbeit mit nach Hause.

VETDesign: Treffen in Wien

Letzter Meilenstein für das VETDesign-Projekt! 🚀

Zum finalen Projektmeeting kamen alle fünf Partner in Wien zusammen. Unser Gastgeber Acceleras hat uns mit einem kreativen Workshop perfekt auf die Zielgerade eingestimmt.

Besonders spannend war der Austausch zu den laufenden Pilottests: Berufliche Schulen nutzen hier bereits die von uns entwickelten Design-Thinking-Methoden, um ihren Unterricht zu revolutionieren. Es ist großartig zu sehen, wie unsere Arbeit in der Praxis Früchte trägt!

eRural: Partnertreffen in Polen

🚀 Bio-Innovation braucht starke Netzwerke! Aber wie fördern wir Start-ups im Bio-Sektor wirklich nachhaltig?

Genau dieser Frage widmen wir uns im InterReg BSR-Projekt „eRural Resilience“. Vergangene Woche kamen unsere 15 Partnerorganisationen zum fünften Projektmeeting im polnischen Bieliny zusammen. Ein wichtiger Meilenstein: Nach zwei Dritteln der Projektlaufzeit ziehen wir ein starkes Zwischenfazit und blicken voller Tatendrang auf das finale Projektjahr.

Unsere gemeinsam entwickelten Instrumente zur Analyse und Unterstützung von Bioökonomie-Unternehmen sind mehr als nur Theorie – sie bewähren sich bereits in der Praxis und werden von unseren Partnern kontinuierlich weiterentwickelt. Besonders inspirierend waren die Besuche bei regionalen Produzenten, die uns authentische Einblicke in ihre Erfolge und Herausforderungen gaben.

Ein großes Dankeschön an unsere Gastgeber für die exzellente Organisation! Wir sind bereit für die letzte Etappe, um die Bioökonomie im ländlichen Raum entscheidend voranzubringen.

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Fachdialog Schwerin: Familien stärken – Beratung vernetzen

Am 10. November fand erstmals der Fachdialog Schwerin statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Familienkasse Nord und dem Projekt Familienwerkstatt 2.0 gemeinsam organisiert und stand unter dem Motto:
„Familien stärken – Beratung vernetzen!“

Rund 40 Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen kamen zusammen – alle mit einem gemeinsamen Ziel: Familien in Schwerin bestmöglich zu unterstützen. Der Fachdialog bot Raum, um über die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit bestehender Beratungsangebote zu sprechen und neue Ideen für eine vernetzte, ganzheitliche Unterstützung zu entwickeln.

Im ersten Teil der Veranstaltung gab es fachliche Impulse zur Fragmentierung der Beratungslandschaft und zur Rolle der Kommune.
Die Familienkasse Nord zeigte in ihrem Beitrag, wie durch ganzheitliche Beratung Familien gestärkt werden können.
Frau Pollin, Leiterin des Fachdienstes Soziales der Landeshauptstadt Schwerin, gab einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Stadt beim Thema Beratung und Familienunterstützung.

In der anschließenden Workshopphase hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Kritik zu äußern, Visionen zu formulieren und konkrete Ideen zu entwickeln, wie die Beratungslandschaft in Schwerin zugänglicher, sichtbarer und verständlicher gestaltet werden kann.
Deutlich wurde: Es gibt noch viel Handlungs- und Gesprächsbedarf – aber auch großes Interesse an einer Fortsetzung des Fachdialogs.

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden sowie der Familienkasse Nord für die hervorragende Zusammenarbeit und Mitgestaltung.